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Tierschützer aufgemerkt!:
Natürlich hätten wir nie ein Tier wegen dieses Versuches erlegen lassen. Der Rehbock, der für diesen Versuch zur Verfügung stand, wurde im Rahmen des Abschußplanes erlegt (so wie eben eine Million Rehe jährlich in Deutschland erlegt werden). Bei diesem Versuch ging es darum, Unfallfolgen zu erforschen. 350.000 Wildunfälle mit ca. 3.100 Verletzten, ca. 700 Schwerverletzten und ca. 50 getötete Personen rechtfertigen dies zweifelsfrei. Normalerweise wäre unser bereits totes Versuchstier im Kochtopf eines Gasthauses gelandet, so aber konnten mit dem Tier für den Menschen überlebensnotwendige Erfahrungen gemacht werden. Nach dem Versuch wurde der Bock als Tierfutter voll verwertet.
 
Zum Versuch
Seit 1992 werden in meiner "Schule" Motorradfahrer mit plötzlich auftretenden Hindernissen auf der Fahrbahn (Tiere) bei 100 km/h konfrontiert, wenn ein Brems- oder Ausweichmanöver nicht mehr möglich ist. (100 km/h entspricht 27 m/Sekunde; 10 Meter vor dem Motorrad überquert plötzlich ein Tier die Fahrbahn). Natürlich verwenden wir bei unseren Sicherheitstrainings keine Versuchstiere sondern Körper aus Kunststoff, die so ineinander gesteckt werden, daß sie in etwa einem Tierkörper entsprechen. 1999 war der Landesjagdverband dazu bereit, mit der MS² einen realistischenVersuch durchzuführen. Es war also das erste und einzige Mal tatsächlich möglich, zu beweisen, dass auch in so einer schwierigen Situation unsere Trainingsteilnehmer ohne Blessuren davonkommen. Viel wichtiger ist es natürlich, sich von vorne herein schon auf den Wildwechsel einzustellen und durch die Wahl der gefahrenen Geschwindigkeit die Gefahr einer Kollission erst gar nicht aufkommen zu lassen. Ich hoffe, daß die auf vielen Fernsehkanälen gezeigten Bilder unseres Versuches dazu beitragen, daß der Zuschauer nicht nur in der Brunftzeit etwas aufmerksamer in Wald- und Wiesengebieten fährt, wo Wildwechsel jederzeit und auch am Tage stattfinden. Ich würde mich freuen, wenn dadurch in Zukunft weniger Wildunfälle mit Auto oder Motorrad passieren. Denn das hätte den Versuch mit einem toten Tier mehr als gerechtfertigt.
Wildunfall Motorrad
 
   Interview SAT.1 Motorrad
Wildunfall Motorrad
Motorradunfall Reh
Kollision mit Reh
Reh überfahren mit Motorrad
Frontalzusammenstoß mit Wild
MZ Baghira
totes Reh
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