Alle Jahre wieder organisiert die Motorrad
Sicherheitsschule Rausch in Rijeka ein Ring- und
Kurventraining. Auch diesesmal folgten
wieder viele ACMler den Ruf des Motodromo.
Die Anreise gestaltete sich individuell.
Kleinere Gruppen taten sich zusammen. Ich
fuhr bei Ferdinand Littich mit. Unser Convoy
bestand aus Harry und Max, Alexandra
und Alexander und dem Ehepaar Resch, die
netterweise auch meine Maschine in ihrem
Sprinter transportierten. Gemeinsame Abfahrt
war Donnerstag ca. 9:15 Uhr am ausgemachten
Treffpunkt, erster Rastplatz nach
dem Brunnthaldreieck. Die Fahrt gestaltete
sich sehr unterhaltsam, somit verging die
Fahrzeit wie im Flug. Unser Fahrroute ging
über die A8 Richtung Salzburg, Karawankentunnel,
Ljubljana, Postojna, Richtung
Rijeka. Unser erster größerer Halt war kurz
nach der Grenze in Slowenien. Zu unser
aller Überraschung trafen wir auch die
Gruppe um Nerbel Schorsch, sowie die
Gruppe Louis am selben Rastplatz. Louis
Wohnwagen benötigte Starthilfe, somit
hatte das Aufeinandertreffen was gutes,
denn mit vereinten Kräften konnten wir den
großen Wohnwagen anschieben. Nach einer
netten Pause ging die Fahrt weiter Richtung
Ljubljana. In Ljubljana verpassten wir vor
lauter Ratschen die richtige Abzweigung
und somit ging die Fahrt erst mal einige Zeit
Richtung Zagreb. Ferdinand und ich merkten
unseren Fehler relativ schnell und wollten
umdrehen. Nachdem Harry darauf bestand
weiter in die eingeschlagene Richtung
zu fahren, verloren wir noch mal eine halbe
Stunde bis auch Max und Harry zum Umdrehen
bereit waren. Nach einem Tankstopp
in Rijeka fuhren wir Richtung Pension in
Cavle. Wir deponierten unserer Sachen und
statteten der Rennstrecke noch einen Besuch
ab. Der Weg dorthin führte durch eine
karge, trostlose Gegend. Durch eine
großflächige Anlage einer Baufirma hatte
der Weg dorthin etwas "Endzeit mäßiges".
In der Nähe der Rennstrecke befand sich ein
kleiner Flughafen. Das dort ansässige Lokal
war auch unser erstes Abendlokal. Der
erste, wie auch die weiteren Abende waren
sehr lustig und ich habe es sehr genossen
mit den jung geblieben Herren unterwegs
zu sein. Die erste abendliche Bezahlung erwies
sich als äußerst schwierig und forderte
die Nerven und Lachmuskel sehr.
Fahren, fahren, fahren
Am ersten Trainingstag ging es in der Früh
etwas hektisch zu, das ein oder andere Motorrad
mußte eben noch abgeladen und
entsprechend für die Rennstrecke vorbereitet,
die Startnummer noch abgeholt werden.
Um 8:30 Uhr folgte der erste Pflichttermin,
die Fahrerbesprechung. Es waren sehr viele
anwesend, das änderte sich aber zu meinem
Erstaunen in den 2 noch verbleibenden
Tagen deutlich. Der Fahrtag begann mit
Einführungsrunden und der Gruppeneinteilung.
Die Einführungsrunde gestalte sich
wie folgt: Ein Pulk von ca. 40 Motorradfahrern
folgt Herrn Rausch zu allen
markanten Punkten auf der Rennstrecke.
An diesen wurde angehalten und wir erhielten
entsprechend lautstarke Kommentare
was wir alles berücksichtigen sollten
und welche Gefahren auftreten können.
Gelände fahren mit Sportmaschinen
Der erste wie auch die folgenden Tage
brachte doch recht viele Abwürfe. Der
Saisonbeginn begünstigte sicherlich diesen
Zustand. Am ersten Tag waren alle richtig
heiß auf das Fahren, was auch die Gruppeneinteilung
erschwerte und ein
Rauschdonnerwetter, zur Folge hatte. Nachdem
mittags die Gruppen neu sortiert wurden,
stand dem flüssigen Ablauf der Tage
nichts mehr im Wege. Die meisten
Fahrfehler endeten mit Austritten ins
Gelände. Wer viel Erfahrung hatte konnte
das schlimmste vermeiden. Auch unser
Klubkamerad Willi Resch zeigte uns wie
man Fehler auch ohne Sturz bewältigt.
Wie die Rennstrecke eine R1 verändern
kann
Anders dagegen Dieter Loibel. Er demonstrierte
uns auf eine bemerkenswerte Weise
wie eine Rennstrecke eine Motorrad verändern
kann. Gott Lob ist ihm selbst nichts
passiert.
Abfahrt
Am Sonntag ging es dann so gegen 13:00
Uhr wieder heimwärts. Es waren tolle Tage
von denen ich noch lange zehren kann. Wir
hatten auch viel Glück mit dem Wetter, es
gab keinen Regen. Die ersten zwei Tage
waren zwar windig, beeinträchtigen das
Fahren aber nur unwesentlich. Ein paar
Grad wärmer, hätte uns allen gut gefallen.
Rund um hat es gepaßt. Danke an alle
Beteiligten die diese schönen Tage erst zu
diesen machten. An dieser Stelle auch viele
liebe Grüße und gute Besserung an Robert
Feicht. Durch sein Unglück konnten Louis
und ich mit nach Rijeka fahren.
Eure Conny Sauer
Bericht erschienen im "ACM-ECHO 2/2002" - Mittleilungsblatt des Automobil-Club München von 1903 e.V.