Ein Teilnehmerbericht von Conny Sauer, erschienen im ACM-ECHO 2/2002


Anfahrt
Alle Jahre wieder organisiert die Motorrad Sicherheitsschule Rausch in Rijeka ein Ring- und Kurventraining. Auch diesesmal folgten wieder viele ACMler den Ruf des Motodromo. Die Anfahrt gestaltete sich individuell. Kleinere Gruppen taten sich zusammen. Ich fuhr bei Ferdinand Littich mit. Unser Convoy bestand aus Harry und Max, Alexandra und Alexander und dem Ehepaar Resch, die netterweise auch meine Maschine in ihrem Sprinter transportierten. Gemeinsame Abfahrt war Donnerstag ca. 9:15 Uhr am ausgemachten Treffpunkt, erster Rastplatz nach dem Brunnthaldreieck. Die Fahrt gestaltete sich sehr unterhaltsam, somit verging die Fahrzeit wie im Flug. Unser Fahrroute ging über die A8 Richtung Salzburg, Karawankentunnel, Ljubljana, Postojna, Richtung Rijeka. Unser erster größerer Halt war kurz nach der Grenze in Slowenien. Zu unser aller Überraschung trafen wir auch die Gruppe um Nerbel Schorsch, sowie die Gruppe Louis am selben Rastplatz. Louis Wohnwagen benötigte Starthilfe, somit hatte das Aufeinandertreffen was gutes, denn mit vereinten Kräften konnten wir den großen Wohnwagen anschieben. Nach einer netten Pause ging die Fahrt weiter Richtung Ljubljana. In Ljubljana verpassten wir vor lauter Ratschen die richtige Abzweigung und somit ging die Fahrt erst mal einige Zeit Richtung Zagreb. Ferdinand und ich merkten unseren Fehler relativ schnell und wollten umdrehen. Nachdem Harry darauf bestand weiter in die eingeschlagene Richtung zu fahren, verloren wir noch mal eine halbe Stunde bis auch Max und Harry zum Umdrehen bereit waren. Nach einem Tankstopp in Rijeka fuhren wir Richtung Pension in Cavle. Wir deponierten unserer Sachen und statteten der Rennstrecke noch einen Besuch ab. Der Weg dorthin führte durch eine karge, trostlose Gegend. Durch eine großflächige Anlage einer Baufirma hatte der Weg dorthin etwas "Endzeit mäßiges". In der Nähe der Rennstrecke befand sich ein kleiner Flughafen. Das dort ansässige Lokal war auch unser erstes Abendlokal. Der erste, wie auch die weiteren Abende waren sehr lustig und ich habe es sehr genossen mit den jung geblieben Herren unterwegs zu sein. Die erste abendliche Bezahlung erwies sich als äußerst schwierig und forderte die Nerven und Lachmuskel sehr.

Fahren, fahren, fahren
Am ersten Trainingstag ging es in der Früh etwas hektisch zu, das ein oder andere Motorrad mußte eben noch abgeladen und entsprechend für die Rennstrecke vorbereitet, die Startnummer noch abgeholt werden. Um 8:30 Uhr folgte der erste Pflichttermin, die Fahrerbesprechung. Es waren sehr viele anwesend, das änderte sich aber zu meinem Erstaunen in den 2 noch verbleibenden Tagen deutlich. Der Fahrtag begann mit Einführungsrunden und der Gruppeneinteilung. Die Einführungsrunde gestalte sich wie folgt: Ein Pulk von ca. 40 Motorradfahrern folgt Herrn Rausch zu allen markanten Punkten auf der Rennstrecke. An diesen wurde angehalten und wir erhielten entsprechend lautstarke Kommentare was wir alles berücksichtigen sollten und welche Gefahren auftreten können.

Gelände fahren mit Sportmaschinen
Der erste wie auch die folgenden Tage brachte doch recht viele Abwürfe. Der Saisonbeginn begünstigte sicherlich diesen Zustand. Am ersten Tag waren alle richtig heiß auf das Fahren, was auch die Gruppeneinteilung erschwerte und ein Rauschdonnerwetter, zur Folge hatte. Nachdem mittags die Gruppen neu sortiert wurden, stand dem flüssigen Ablauf der Tage nichts mehr im Wege. Die meisten Fahrfehler endeten mit Austritten ins Gelände. Wer viel Erfahrung hatte konnte das schlimmste vermeiden. Auch unser Klubkamerad Willi Resch zeigte uns wie man Fehler auch ohne Sturz bewältigt.

Wie die Rennstrecke eine R1 verändern kann
Anders dagegen Dieter Loibel. Er demonstrierte uns auf eine bemerkenswerte Weise wie eine Rennstrecke eine Motorrad verändern kann. Gott Lob ist ihm selbst nichts passiert.

Abfahrt
Am Sonntag ging es dann so gegen 13:00 Uhr wieder heimwärts. Es waren tolle Tage von denen ich noch lange zehren kann. Wir hatten auch viel Glück mit dem Wetter, es gab keinen Regen. Die ersten zwei Tage waren zwar windig, beeinträchtigen das Fahren aber nur unwesentlich. Ein paar Grad wärmer, hätte uns allen gut gefallen. Rund um hat es gepaßt. Danke an alle Beteiligten die diese schönen Tage erst zu diesen machten. An dieser Stelle auch viele liebe Grüße und gute Besserung an Robert Feicht. Durch sein Unglück konnten Louis und ich mit nach Rijeka fahren.
Eure Conny Sauer

Bericht erschienen im "ACM-ECHO 2/2002" - Mittleilungsblatt des Automobil-Club München von 1903 e.V.